Olewig,
St. Anna

Umbau und Erweiterung

Blick auf die Empore mit den beiden Teilgehäusen. Zum Vergrößen bitte anklicken!

Die alte Orgel

Die katholische Pfarrkirche St.Anna wurde von 1954-56 durch den Architekten Hans Geimer aus Bitburg erbaut. In der gleichen Zeit entstand das Ausgangsinstrument der Olewiger Orgel für die Kapelle des Mutterhauses in Trier. Erst 1968 kam dieses Instrument, erweitert auf zwei Manuale und Pedal, in die Kirche. Dieser Um- und Einbau erfolgte, ebenso wie der ursprüngliche Bau, durch den Trierer Orgelbaubetrieb Eduard Sebald.

Das alte Orgelgehäuse nach dem Umbau. Die Register des Pedalwerkes wurden ausgebaut und so neue Zugangsmöglichkeiten zur Wartung und Stimmung der Manualwerke geschaffen. Die instabile Gehäusekonstruktion wurde gerichtet und ertüchtigt. Im Untergehäuse wurde eine neue Windanlage mit neuem Gebläse eingebaut. Zum Vergrößern bitte anklicken!

Der originale Spieltisch und die gesamte Orgelsteuerung wurden technisch komplett erneuert.

Spieltisch, Setzer und Bussystem

Der vorhandene Spieltisch wurde in unserer Werkstatt „entkernt“, neben dem Gehäuse wurden nur die Klaviaturen und die elektrischen Kontaktapparate weiterverwendet. Das Spieltischgehäuse wurde ausgebessert und neu lackiert; das Registerbrett wurde unter Verwendung der alten Teile neu angefertigt.

Als Spielhilfe erhielt die Orgel eine Setzeranlage mit 4000 Speicherplätzen. Die Registrierungen können in vier Speicherebenen abgelegt werden, von denen drei mit Schlüsselschaltern gegen Veränderungen abschließbar sind.

Zur Ansteuerung von Tönen und Registern ist ein Bussystem installiert worden. Alle Eingangssignale (Manual-, Pedaltasten und Registerschalter) sind im Spieltisch an einen zentralen Prozessor angeschlossen. In den beiden Orgelgehäusen befinden sich die Empfängerstationen. Sie sind modular aufgebaut und erlauben mit geringem Aufwand auch spätere Erweiterungen. Zur Datenübertragung dient eine industrielle Netzwerktechnik. (Sub-) Koppeln und Transmissionen sind durch diese Technik mit wenig Aufwand realisierbar und können bei Bedarf angepasst werden. So haben wir im Laufe der Intonation noch einige Verbesserungen einprogrammiert, z.B. bei einzelnen Registern Tonergänzungen in der tiefen Oktave bei Subkoppelbetrieb.

Die "FABUS"- Steuerung im Inneren des Hauptgehäuses empfängt die Steuerbefehle aus dem Spieltisch. Die Befehle zur Pedalsteuerung werden zu einer weiteren Empfangsstation im neuen Orgelgehäuse durchgereicht.

HIER kann der Bericht zum Orgelumbau aus der Einweihungsfestschrift als PDF-Datei heruntergeladen werden.

 

Blick vom Orgelspieltisch in den Kirchenraum. Zum Vergrößern bitte anklicken!

Disposition

Pedal Hauptwerk Schwellwerk
  • 1. Kontrabass 16‘
  • 2. Subbass 16‘
  • 3. Rohrflöte 16‘
  • 4. Quintbass 10 2/3‘
  • 5. Octavbass 8‘
  • 6. Gedacktbass 8‘
  • 7. Choralbass 4‘
  • 8. Flötbass 4‘
  • 9. Fagott 16‘
  • 10. Trompete 8‘
  • 11. Clairon 4‘
  • 12. Pedalkoppel I
  • 13. Pedalkoppel II
  • 14. Rohrflöte 16‘
  • 15. Principal 8‘
  • 16. Quintade 8‘
  • 17. Gedackt 8‘
  • 18. Octave 4‘
  • 19. Hohlflöte 4‘
  • 20. Superoctave 2‘
  • 21. Mixtur 4 fach
  • 22. Cornett 3 fach
  • 23. Trompete 16‘
  • 24. Trompete 8‘
  • 25. Clairon 4‘
  • 26. Subkoppel I
  • 27. Koppel II-I
  • 28. Subkoppel II-I
  • 29. Salicet 16‘
  • 30. Portunalflöte 8‘
  • 31. Salicional 8‘
  • 32. Vox coelestis 8‘
  • 33. Principal 4‘
  • 34. Feldflöte 4‘
  • 35. Violine 4‘
  • 36. Quinte 2 2/3‘
  • 37. Nachthorn 2‘
  • 38. Terz 1 3/5‘
  • 39. Scharff 3 fach
  • 40. Krummhorn 8‘
  • 41. Tremulant
  • 42. Subkoppel II
  • 43. Nachtigall

 

Das neue Gehäuse auf der Turmseite der Empore enthält nun das Pedalwerk. Es ist dem vorhandenen Gehäuse in Stil und Material angepasst, hat aber geringere Ausmaße. Diese leichte Asymmetrie belebt den Anblick zur Kirchenrückwand. Das Pedalwerk erhielt wegen des großen Abstandes zum Hauptgehäuse eine eigene Windversorgung. Zum Vergrößern bitte anklicken!

Blick auf die Pedalpfeifen im neuen Orgelgehäuse. Diese Pfeifen standen ursprünglich im Hauptgehäuse unzugänglich für jeden Stimmversuch hinter dem Schwellwerksgehäuse.

Die Pfeifen des Hauptwerks sind nun durch einen umlaufenden Stimmgang gut zur Wartungszwecken erreichbar. Links ist die neu angebaute Cornett-Kanzelle erkennbar. Links im Hintergrund steht die erweiterte Zungen-Windlade. Zum Vergrößern bitte anklicken!

Die neue Windanlage, die Stromversorgung und die Bussteuerung im Untergehäuse des neuen Orgelgehäuses. Links sind die Rückwände von drei Notenschränken erennbar, die ins Gehäuse integriert wurden.

Anlässlich der bevorstehenden Fertigstellung wurde im Trierischen Volksfreund ein kurzer Videobeitrag zum Orgelprojekt erstellt:

 

Letzte Änderung am 19.07.2013
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