Mittelstrimmig,
St. Philippus und Jakobus

Disposition:

Hauptwerk: (C - f''')

Unterwerk (C - f''')

Pedal: (C - d')

Spielhilfen:

Spieltisch
Der restaurierte Spieltisch

Letzte Änderung am 08.06.2009
© Hubert Fasen 2000 - 2009

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Prospektfoto
Der restaurierte Prospekt erstrahlt in neuem Glanz.

Die ursprüngliche Orgel wurde vom kurtrierischen Hoforgelbauer Johann Peter Senft aus Koblenz im Jahre 1778 errichtet. 1927 wurde ein neues pneumatisches Werk durch die Firma Christian Gerhard aus Boppard eingebaut. Das historische Gehäuse blieb unverändert und fast vollständig erhalten.

Die Disposition der Orgel wurde in den folgenden Jahren mehrfach geändert. Die vorhandenen 8' - Stimmen wurden abgeschnitten, um das Instrument klanglich "aufzuhellen", ein Schicksal, das die Mittelstrimmiger Orgel mit vielen Instrumenten des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts teilt.

Im Rahmen der Restaurierung erfolgte die Rückführung der originalen Gerhardschen Disposition, ergänzt um eine Erweiterungslade mit den Registern Quinte 2 2/3', Octav 2' und Trompete 8'. Die Trompete 8' war schon in der Pneumatik des originalen Spieltisches vorgesehen, eine Kanzelle in der Orgel war aber nicht vorhanden.

Die beim Abbau der Orgel vorgefundene, zusätzliche Kegellade hinter dem Hauptgehäuse war von minderer Qualität, vermutlich wurde sie erst in den 60er Jahren eingebaut. Durch eine mangelhafte Ansteuerung funktionierte diese Lade nur sehr zäh und unzuverlässig. Die Ausführung der neuen Erweiterungslade erfolgte als Taschenlade, entsprechend dem System der Windladen von 1927. Dieses pneumatische Auslass - System zeichnet sich durch eine erstaunliche Ansprachegeschwindigkeit und Präzision aus.

Die Einweihung der restaurierten Orgel erfolgte am 20. November 2005.